C5 Wertschätzender Kontakt in herausfordernden Situationen (Michaela Lindmüller)

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Der Low-Arousal-Ansatz hilft, herausforderndes Verhalten besser zu verstehen. Der Workshop gibt einen ersten Überblick über Risikofaktoren, Bedürfnisse und Stress sowie eine strukturierte Beobachtung und Interventionsplanung für den pädagogischen Alltag.

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Der Wunsch nach schnellen Lösungen bei herausforderndem Verhalten ist groß. Doch bevor passende Interventionen entwickelt werden können, gilt es, das Verhalten genau zu beobachten und zu verstehen. Dieser Workshop vermittelt einen ersten Überblick über die Bedeutung von Risikofaktoren, Bedürfnissen und erhöhter Erregung im Umgang mit herausforderndem Verhalten und zeigt auf, wie eine strukturierte Diagnostik und Interventionsplanung erfolgen kann. Menschen, die nicht ausreichend kommunizieren können und Einschränkungen in der Kognition haben, zeigen oft Verhaltensweisen, wie schreien, sich oder andere schlagen, sich verweigern oder etwas zerstören. Das ist für die Bezugspersonen sehr herausfordernd und sie sind auf der Suche nach Lösungen.

Grundlage des Workshops ist der Low-Arousal-Ansatz und im Vordergrund steht vor allem herausforderndes Verhalten von Personen mit geistiger Behinderung, Autismus und/oder Einschränkungen in der Kommunikation. Vieles lässt sich aber sicherlich auch auf andere Personenkreise übertragen.

Im Mittelpunkt steht zunächst die Frage, warum es wichtig ist, herausforderndes Verhalten möglichst genau zu beobachten und zu verstehen, bevor Interventionen geplant werden. Dazu werden exemplarisch eine kleine Auswahl von verschiedenen Risikofaktoren und mögliche unbefriedigte Bedürfnisse betrachtet, die bei der Entstehung und Aufrechterhaltung herausfordernden Verhaltens eine Rolle spielen können. Auch der Einfluss von Stress und Regulation auf Verhalten wird kurz thematisiert.

Anschließend wird exemplarisch eine Diagnostik und Interventionsplanung bei herausforderndem Verhalten vorgestellt. Diese bietet eine strukturierte Möglichkeit, herausforderndes Verhalten zu beobachten, mögliche Zusammenhänge zu erfassen und daraus Interventionsideen abzuleiten.

Aufgrund der begrenzten Dauer des Workshops können die einzelnen Themen nur angerissen werden. Ziel des Workshops ist es daher nicht, ein vollständiges diagnostisches oder interventionsbezogenes Vorgehen zu vermitteln, sondern einen ersten Überblick zu geben und für die Bedeutung von Beobachtung, Risikofaktoren, unbefriedigten Bedürfnissen, erhöhter Erregung und strukturierter Interventionsplanung zu sensibilisieren. Die Teilnehmenden erhalten dabei erste konkrete Anknüpfungspunkte für den Umgang mit herausforderndem Verhalten im eigenen pädagogischen Alltag.